Homöopathie - Heilpraktikerin Elisabeth Ringer - Naturheilpraxis

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Homöopathie

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie geht auf einen mutigen Selbstversuch zurück! Vor rund 220 Jahren hat der deutsche Arzt Samuel Hahnemann in seinem Forscherdrang Experimente an sich selbst gewagt. Und das mit verschiedensten Substanzen.

Chinarinde beispielsweise löste bei ihm genau die Fiebersymptome aus, die sie eigentlich bei Malariakranken lindern sollte. Mit anderen Substanzen machte er ähnliche Erfahrungen. Somit wurde die Homöopathie von dem Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) begründet. Sie basiert auf drei wesentlichen Grundlagen: dem Ähnlichkeitsprinzip, der Arzneimittelprüfung und der Potenzierung. Das Ähnlichkeitsprinzip „Similia similibus curentur“, Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt, formulierte Hahnemann, nachdem er 1790 in  

einem spektakulären Selbstversuch beobachtete, dass Chinarinde, damals übliche Arznei gegen Malaria, bei ihm als gesundem Menschen vergleichbare Symptome hervorrief, wie er sie bei einer Malaria schon am eigenen Leibe erfahren hatte.


Ähnlichkeitsprinzip:
Er stellte fest, dass ein Heilmittel eine "Kunstkrankheit" auslösen kann, die der eigentlichen Krankheit sehr ähnlich ist. Und dass der Reiz des Mittels die Selbstheilungskräfte so anregt, dass die ursprüngliche Krankheit ausheilt. In zahlreichen weiteren Versuchen bestätigte er dieses Prinzip. Ein Beispiel: Das Schneiden einer Küchenzwiebel (Allium cepa) führt beim gesunden Menschen zu Augenjucken, Brennen, Kitzeln in der Nase, Niesen etc. Dem Ähnlichkeitsgesetz folgend, wird Allium cepa bei einem Schnupfen mit eben diesen Erscheinungen eingesetzt.

Arzneimittelprüfung am Gesunden:
Er konnte nachweisen, dass sich Arzneimittel und Krankheiten, die dieselben Beschwerden auslösen, gegenseitig aufheben können. Das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip ist untrennbar mit der zweiten Säule seiner Lehre, der Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen, verbunden. Sie dient dazu, die Wirkung eines Arzneistoffes am gesunden Menschen zu erforschen und so Rückschlüsse auf dessen Wirksamkeit bei Erkrankungen zu ziehen.

Potenzieren:
Der Arzt Samuel Hahnemann wollte eine mögliche Giftwirkung ausschalten und hat deshalb die Heilmittel immer weiter verdünnt und verschüttelt. Überraschender-weise ergab sich, dass die schwächeren Mittel eine stärkere Heilkraft hatten als die reine Substanz. Dabei war in den starken Verdünnungen kein einziges Molekül der Ausgangs-substanz mehr enthalten. Doch Hahnemann folgerte aus seinen Versuchen, dass durch Verdünnen und Verschütteln die heilende Energie in Form einer Informationsübertragung aus der Materie freigesetzt wird- und diese ist in den homöopathischen Mitteln vorhanden. Er nannte diesen Vorgang "Potenzieren".
Neben Ähnlichkeitsprinzip und Arzneimittelprüfung ist die Potenzierung die dritte Säule der homöopathischen Praxis. Die Verdünnung und Verschüttelung des Arzneimittels erfolgt nach exakt festgelegten Regeln und verringert das Materielle bei gleichzeitiger Steigerung der Heilkraft des Mittels. Die jeweilige Potenzierung wird durch Buchstaben gekennzeichnet: D-Potenzen (Dezimalpotenzen) sind im Verhältnis 1:9 verdünnt, C-Potenzen (Centesimalpotenzen) im Verhältnis 1:99 u.s.w. Bei einer C30 Potenz beispielsweise wird also 30 mal hintereinander im Verhältnis 1:99 verdünnt und verschüttelt.

Die Homöopathie umfasst heute über 3000 verschiedene pflanzliche, tierische und mineralische Substanzen sowie Nosoden (homöopathische Mittel, die aus erkrankten Geweben oder Körpersekreten aufbereitet werden, z. B. das Tuberkulinum). Sie können als Einzel- oder Komplexmittel verabreicht werden. Bei der Homöopathie mit Einzelmitteln, auch "Klassische Homöopathie" genannt, ist die Wahl des individuell richtigen Mittels (Simile) von entscheidender Bedeutung für den Heilungsprozess. Die Ausübung bedarf einer fundierten Ausbildung, ausreichender Erfahrung und vor allem einer eingehenden Fallaufnahme. Wie auch bei anderen komplementärmedizinischen (= ergänzenden, alternativen) Therapien, bringt die Forschung und Wissenschaft deutliche Hinweise auf eine gute Wirksamkeit, vor allem bei solchen Studien, die die Therapie in ihrem Gesamtzusammenhang betrachten.

Anwendung:
Am Beginn jeder homöopathischen Behandlung steht das ausführliche Gespräch, die Erstanamnese, das bei Beschwerden mit chronischem Hintergrund durchaus zwei Stunden dauern kann. Besprochen werden alle Aspekte der vorliegenden Erkrankung, ihre Symptome und Begleiterscheinungen, die Vorgeschichte, persönliche Vorlieben und Abneigungen wie Kälte- und Wärmeempfinden, Schlafverhalten und Ernährungsgewohnheiten, außerdem Charaktereigenschaften und emotionale Aspekte, die Familiengeschichte u. v. m. Alle diese Informationen fließen in die Wahl des individuell passenden Mittels ein.

Die Homöopathie wird bei akuten und chronischen Krankheiten gleichermaßen angewendet. Eine Besonderheit der Behandlung chronischer und wiederkehrender Beschwerden ist, dass auch die Krankheitsentwicklung über lange Zeiträume in Betracht gezogen wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch von so genannten „Miasmen“. Verabreicht werden homöopathische Mittel als Globuli (Kügelchen) und oder in Tropfenform. Niedrige Potenzen werden vor allem bei akuten Erkrankungen, häufiger und in kürzeren Abständen gegeben; höhere Potenzen eher bei chronischen Erkrankungen, seltener und in größeren Abständen bzw. sogar nur einmalig. Jedoch sind Anwendungsdauer und -häufigkeit individuell unterschiedlich. Auch wenn schulmedizinische Medikamente eingenommen werden müssen, wie beispielsweise bei Diabetes, Schilddrüsendysfunktion und anderen Erkrankungen, ist eine homöopathische Behandlung oder Begleitbehandlung sinnvoll. Ärztlich verschriebene Medikamente sollten nicht eigenmächtig abgesetzt werden.

Gegenanzeigen:
Die Homöopathie eignet sich nicht als alleinige Behandlungsform bei schweren akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Nebenwirkungen und Risiken:

Homöopathische Mittel werden i. d. R. sehr gut vertragen. Es kann allerdings nach der Arzneieinnahme über wenige Tage zu einer Erstverschlimmerung kommen. Das ist keine arzneiliche Nebenwirkung, sondern, sofern sich der Gesamtzustand dennoch positiv entwickelt, ein Zeichen für eine Heilungsreaktion und somit positiv zu bewerten. Bei der Gabe eines ungeeigneten Mittels kann es zu Symptomen einer Arzneimittelprüfung kommen.  

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü